Parkinson-Erkrankung


Ihr Arzt/Ihre Ärztin hat bei Ihnen die Parkinson`sche Erkrankung diagnostiziert. Bis dahin hat es vielleicht lange gedauert, da die Beschwerden und Symptome zu Beginn nicht immer eindeutig in die neurologische Richtung weisen. Zum Beispiel könnten Sie schon länger an einem steifen Nacken gelitten haben oder vielleicht schon öfters gestürzt sein. Später kommt Zittern, Steifigkeit der Muskulatur, Verlangsamung, ein kleinschrittiger Gang und erschwertes Bewegen bei Alltagsbewegungen wie Anziehen, Aufstehen vom Sessel oder Bett usw. dazu.
Ihr Arzt/Ihre Ärztin hat Sie sicher darüber aufgeklärt, dass die Erkrankung fortschreitet und daher im Laufe der Jahre die Medikamente immer wieder angepasst, bzw. die Dosis erhöht werden muss. Neben den Medikamenten kann die gezielte Physiotherapie eine große Hilfe für Sie sein, um Ihre Beweglichkeit zu erhalten und das Gleichgewicht und somit die Sicherheit beim Gehen zu verbessern. Auch lernen Sie im Zuge der Therapie Ihre Symptome besser kennen und verstehen somit, welche Übungen für Sie wichtig sind.


Therapieinhalte


- Befund, Aufklärung
- Passive Maßnahmen wie Entspannungstherapie, Lockerung und Massage der 

  verspannten Muskulatur
- gezielte, aktive Bewegungstherapie in verschiedenen Ausgangsstellungen sowie

  Aufrichtung der Wirbelsäule
- Gleichgewichts-und Koordinationstraining
- Gangschulung
- Heimprogramm, Hilfe zur Selbsthilfe, Beratung


Im höheren Alter können Sie sich vielleicht nicht mehr alles so gut merken. Die Erstellung eines individuellen, schriftlichen Heimprogrammes ist daher ebenfalls ein wichtiger Bestandteil der Therapie und eine gute Gedächtnisstütze, um das regelmäßige Üben zu Hause zu gewährleisten.


Je früher Sie nach Diagnosestellung mit der Physiotherapie beginnen, umso länger bleiben Sie mobil und vermindern die Gefahr, dass Bewegungseinschränkungen an der Wirbelsäule und den Gelenken zu bleibenden Beeinträchtigungen im täglichen Leben führen.