Manuelle Lymphdrainage (MLD)


Zwei Formen des Lymphödems:


1. angeborenes, primäres Lymphödem
    Ursachen: zu wenige oder zu enge Lymphgefäße, Fehlanlage der Lymphknoten.
    Meist sind die Beine betroffen, tritt oft schon in jungen Jahren auf.

 

2. Erworbenes, sekundäres Lymphödem

    Ursachen:


Nach Verletzungen, Operationen oder Tumorentfernung kommt es häufig zu einem Stau der Körperflüssigkeit (Lymphe) direkt in der betroffenen Körperregion wie auch in der Umgebung. Durch die Manuelle Lymphdrainage (MLD) können auch Schmerzen reduziert werden.
Besonders nach Krebserkrankungen der Brust mit Amputation und Entfernung zahlreicher Lymphknoten in der Achselregion schwillt oft der Arm der betroffenen Seite an bis zu den Fingern, da die Lymphe nicht mehr abfließen kann. Dies ist eines der Hauptanwendungsgebiete der manuellen Lymphdrainage. Um nach der Behandlung den Erfolg zu unterstützen, ist ein Kompressionsstrumpf erforderlich.
Durch die Lymphrainage wird das Lymphsystem angeregt, die überschüssige Flüssigkeit vom Ort der Stauung abzutransportieren und zu den großen Lymphstämmen im Körperzentrum zu leiten.